Endoprothetik 

Ansprechpartner


Die Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes zählt zu den in deutschen Kliniken am häufigsten durchgeführten Operationen. Durch diesen Eingriff können wir bei vielen Patienten jahrelang bestehende schmerzhafte Leiden deutlich bessern. Wir helfen Ihnen bei Arthrosen (dem sogenannten Gelenkverschleiß) des Hüftgelenks. Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung bei der Implantation von Endoprothesen. Den Gelenkersatz führen wir an fast allen Gelenken durch. Ein Schwerpunkt liegt jedoch auf Implantationen im Bereich des Hüft-, Knie- und Schultergelenks diese führen wir gegebenenfalls auch beidseits in einer Operation durch. Für Patienten mit Beschwerden am Hüftgelenk, die einen Gelenkersatz benötigen, sind wir ein kompetenter Ansprechpartner, da wir bereits über 1.000 minimalinvasive (über sehr kleine Einschnitte erfolgende) Hüftgelenksoperationen durchgeführt haben. Dank modernster medizintechnischer Ausstattung und stets optimierter Operationsmethoden können wir ein hohes Maß an Sicherheit für unsere Patienten gewährleisten.

Behandlungsspektrum

Gelenkersatz für das...

Hüftgelenk

Schultergelenk

Kniegelenk


Wichtige Themen

Erster Schritt: Die Richtige Diagnostik

Es gibt mehrere Gründe, warum die Implantation eines künstlichen Gelenks notwendig sein kann. Aus diesem Grund ist die richtige Diagnose der erste wichtige Schritt zur Besserung.

  • Arthrose (Gelenkverschleiß) des Gelenks
  • angeborene oder erworbene Fehlstellungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • weitere Gründe sind: Blutererkrankung (Hämophilie), Gicht, spezielle Entzündungen der Gelenkschleimhaut und Absterben eines Knochenareals im Bereich des betroffenen Kniegelenks
  • Knochenbruch des Gelenks bei einer vorbestehenden Arthrose (der Einsatz eines speziellen Gelenkersatzes durch ein anspruchsvolle Operationstechnik ist erforderlich, die wir seit Jahren mit Erfolg durchführen)

Zweiter Schritt: Die richtige Prothese

Bei der Auswahl der geeigneten Endoprothese sind viele Kriterien zu beachten. Wenn nur eine Seite des Gelenks (innen oder außen) von der Arthrose zerstört ist, wenden wir die kleinere Schlittenprothese an. Der totale Oberflächenersatz ähnelt einer Überkronung des gesamten Gelenks. Er kommt bei ausgedehnten Schäden zum Einsatz. Welche Ausführung die für Sie sinnvollste und erfolgversprechendste ist, entscheiden wir mit Ihnen gemeinsam nach der Untersuchung. Bei beiden Implantat-Typen entfernen wir nur sehr wenig Knochenmaterial und der das Gelenk führende Bandapparat bleibt erhalten.

Totalendoprothese

Unter einer Totalendoprothese, kurz TEP versteht man einen künstlichen Gelenkersatz, bei dem das komplette Gelenk, d. h. der Gelenkkopf und die Gelenkpfanne ersetzt werden.

 

Teilendoprothese

Eine Hemieendoprothese, kurz HEP, ist ein künstlicher Gelenkersatz, bei dem nur die Hälfte des Gelenks ausgetauscht wird - im Gegensatz zur Totalendoprothese.

Bei einem Ersatz des Hüftgelenks kann nur der Gelenkkopf ausgetauscht werden, wenn die Hüftpfanne noch funktionsfähig ist. Bei einem Ersatz des Kniegelenks wird eine Hemieendoprothese verwendet, wenn nur eine Seite des Kniegelenks zerstört ist.

 

Dritter Schritt: Die Behandlung


Schultergelenk


War die operative Behandlung mit einem künstlichen Schultergelenk früher ein großer Eingriff mit ehr mäßigem Erfolg, ist es heute in der Hand eines Spezialisten ein risikoarmer Eingriff mit hervorragenden Ergebnissen. Es wundert deshalb nicht, dass immer mehr Patienten mit Schultergelenk Arthrose mit einem künstlichen Schultergelenk versorgt werden und so wieder ein hohes Maß an Lebensqualität gewinnen.

Entsprechend der individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse des Betroffenen muss vor der Operation der ideale Prothesentyp bestimmt werden. Die Gelenkkomponenten bestehen meist aus Titan. Sie werden entweder mit einem Zwei-Komponenten-Spezialkleber („Knochenzement“) auf den zuvor entsprechend bearbeiteten Knochen aufgeklebt oder genau auf Passung („pressfit“) auf dem Knochen „zementfrei“ fixiert. 

Dank verbesserter Prothesendesigns und -materialien sowie der verbesserten Verankerungsmöglichkeit liegt die durchschnittliche Haltbarkeit von künstlichen Schultergelenken bei 15 -20 Jahren und mehr. Aufgrund des modernen Prothesendesigns sind, wenn die Prothese verschlissen ist, nachfolgende Wechseloperationen möglich. Dementsprechend werden heute soweit erforderlich auch bei jüngeren Patienten Gelenkersatzoperationen am Schultergelenk durchgeführt.


Hüftgelenk


Für die Implantation von Gelenkendoprothesen spielen minimalinvasive Operationstechniken (über sehr kleine Einschnitte) eine immer größere Rolle. Auf diese Weise können wir die Weichteilstruktur schonend behandeln und die Verletzungen der Gelenke reduzieren, um somit ein best mögliches und schmerzfreies Ergebnis erzielen zu können. Bei uns kommen für den teilweisen oder vollständigen Gelenkersatz unterschiedliche Implantate und Operationsmethoden zum Einsatz. Die Auswahl machen wir von verschiedenen Faktoren abhängig und passen uns somit an die Ansprüche des Patienten bestmöglich an.     In einem ausführlichen Vorgespräch beratschlagen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Möglichkeit die individuell geeignetste ist.


Kniegelenk


Seitdem in der Knie-Endoprothetik die Computernavigation eingesetzt wird, ist der Operationserfolg aufgrund der sehr extremen Genauigkeit sehr zuverlässig. Bei Patienten mit einem jahrelangen schmerzhaften Leider können wir durch den Einsatz eines künstlichen Gelenkes eine deutliche Schmerzlinderung erzielen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.  Die Anzahl der künstlichen Kniegelenke steigt ständig, sie sind nach einer künstlichen Hüfte der zweithäufigste Gelenkersatz. Der Einsatz einer Knieprothese erbringt ähnlich gute Ergebnisse wie der eines künstlichen Hüftgelenks - auch nach einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren.

Letzter Schritt: Die Nachbehandlung

Nach der Operation erfolgt die Nachbehandlung in enger Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Physiotherapie im Rahmen des ENDO-Lindau-Bodensee nach einem festgelegten Plan. Die Beweglichkeit des neuen Gelenks wird durch tägliche Anwendungen einer motorisierten Schiene verbessert, auf der Ihr Gelenk vorsichtig automatisch bewegt wird. Der Erfolg der Operation, der wesentlich an der späteren Beweglichkeit des künstlichen Gelenks gemessen wird, wird erheblich von der physiotherapeutischen Nachbehandlung und Ihrem persönlichen Ehrgeiz beim Üben beeinflusst. Der stationäre Aufenthalt innerhalb der Asklepios Klinik Lindau beträgt 7-10 Tage, danach schließt sich in der Regel eine stationäre Rehabilitation über 3 Wochen an, welche in einer dafür spezialisierten Klinik erfolgt. Bei besonders jungen und aktiven Patienten kann auch eine ambulante Rehabilitation durchgeführt werden.

Animationen


Schulterprothese

Hüftendoprothese

Knieendoprothese